ALL WE SEE IS GREEN

München ist grün und wird immer grüner. Vegane Cafés sprießen aus dem Boden, die Grünen wurden bei den Landtagswahlen 2018 stärkste Partei und einmal im Jahr herrscht auf der Allee mit der gefühlt größten Verkehrsdichte, der Ludwig- und Leopoldstraße, Fahrverbot. Auch im Bereich der Mode scheint sich in der bayerischen Hauptstadt einiges zu tun. Vom 19.10. bis 21.10. fand die erste GreenStyle in München statt. Direkt neben der Eisbach-Surfwelle, am Anfang des wahrscheinlich grünsten Fleck der Stadt, dem Englischen Garten, im schönen Haus der Kunst. Hier drehte sich drei Tage lang alles um umweltbewusstes Denken, Slow Fashion und Organic Beauty.

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Organic Skincare von RAAW by Trice

Nachhaltigkeit zählt zu den Megatrends des 21. Jahrhunderts und macht auch vor der Modeindustrie nicht Halt. Aber Mode und Nachhaltigkeit? Geht das denn überhaupt? Oder steht man heute wie vor zehn Jahren noch vor der Frage: In uncoolen Öko-Klamotten aus den Fairtrade-Laden oder trendbewusst und mit schlechtem Gewissen durchs Leben?

Mirijam Smend, Mitbegründerin der GreenStyle und Journalistin für grünen Lifestyle sieht das anders. Zusammen mit Patric Bauer, Marketing- und Eventmanager, will sie nachhaltiger Mode eine Plattform bieten. Aus diesem Grund veranstalteten die beiden mit ihren Geschäftspartnern das erste Festival für grüne Mode. Unter dem Motto „Ehrlich. Bewusst. Stylish.“ zeigten die Aussteller während der GreenStyle ihre Kollektionen, Produkte und innovative Produktionswege. Wo und wie produziert wird, war die zentrale Frage des Events. An über 50 Ständen konnten die Besucher Nachhaltigkeit sehen, fühlen und riechen.

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Paperart von Designerin und Künstlerin Nina Greif-Reitzenstein/TheColorfulCrew

Auch die Gewinnerinnen des „GreenStyle Newcomer Awards“ wissen, dass nachhaltige Mode nicht gleich Jutebeutel und Socken in Sandalen bedeuten muss. Mit ihrem Label „TasselTales“ unterstützen die drei gebürtigen Wienerinnen Frauen in Marokko und Indien. Die dortigen Produktionsstätten werden von den Frauen geführt und sichern ihnen so Arbeitsplätze zu fairen Konditionen. Die Materialien für ihre farbenfrohen Designs beziehen die „TATAgirls“ unter anderem aus recycelten marokkanischen Teppichen und Vintage-Jeansjacken von Flohmärkten. Mode ganz ohne ökologische Belastung, Überproduktion und soziale Ungerechtigkeit. Klingt fast schon wie im Märchen.

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TasselTales: Gewinner des „GreenStyle Newcomer Award“
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Schuhe aus marokkanischen Teppichen von TasselTales

In Zukunft soll sich der Westflügel im Haus der Kunst halbjährig zu einem grünen Hotspot verwandeln. Fashionshows, Performances, Themen-Lounges, Workshops, Experten-Vorträge und Styling-Events, da ist für jeden was dabei. Nachhaltigkeit geht uns alle etwas an, Modemiezen inklusive und „When in doubt, wear red“ green.

Fotos: Sophia

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